MBS und ALBA  

Ein Ex-Profi für die Grundschule „Am Wasserturm“ aus Dallgow-Döberitz

von Kristina Heidenreich am in Allgemein, NewsKommentieren

Andreas Schneider (links) und Teoman Öztürk

Andreas Schneider hat mit Teoman Öztürk einen besonderen Kollegen. Denn „Teo“ Öztürk spielte früher für die Profi-Albatrosse und leitet nun mit ihm die Basketball AGs an der Grundschule „Am Wasserturm“ in Dallgow-Döberitz.

Vielleicht zu allererst die Frage an Herrn Öztürk, Sie haben früher unter anderem für ALBA als Profi gespielt, wie sind Sie dazu gekommen jetzt als Trainer im Projekt „MBS & ALBA“ zu agieren?

Teoman Öztürk: „Als ich nach meiner Karriere mit meinem Lehramtsstudium angefangen habe, ging auch das mit den AGs an den Schulen los. Henning (ALBA Vizepräsident Henning Harnisch, Anm. d. Red.), mit dem ich früher zusammen gespielt habe,  sprach mich dann an und ich dachte mir, dass es als Lehrer sehr sinnvoll ist, während des Studiums eine AG zu betreuen. Das habe ich dann erst an einer Schule im Prenzlauer Berg gemacht. Als dann klar war, an welche Schule ich komme, habe ich es dann dort weitergeführt. Ich habe an dieser Schule dann mein Referendariat gemacht, danach war ich drei Jahre in Hamburg und bin jetzt das zweite Jahr wieder zurück in Dallgow-Döberitz.“

Und wie sind Sie dazu gekommen die AG zu leiten, Herr Schneider?

Andreas Schneider: „Da ich in meiner Freizeit schon lange Basketball gespielt habe, gab es gar nicht viel zu überlegen. Ich habe gehört, da wird eine Basketball-AG frei, dann habe ich mich gemeldet und sie übernommen.“

Bekommt Ihre AG an Ihrer Schule eine besondere Aufmerksamkeit, weil Sie als Ex-Profi diese leiten?

Teoman Öztürk: „Unsere AG ist schon die größte Sport-AG an unserer Schule, das liegt aber vor allem daran, dass ich mit Andreas einen sehr engagierten Kollegen habe und diese AG deshalb auch so erfolgreich ist. Wir haben schon den Vorteil, zu zweit zusammen zu arbeiten, weil es einfach nicht geht, alleine 30 Kinder anzuleiten.“

Sie betreuen das Projekt jetzt schon so lange, wie würden Sie die Entwicklung einschätzen?

Teoman Öztürk: „Im ersten Jahr habe ich alleine mit einer Mannschaft teilgenommen, heute sind wir zu zweit mit drei Mannschaften dabei. Allein das zeigt die Entwicklung des Projekts an unserer Schule, aber auch insgesamt ist es schön, zu sehen, dass es immer mehr Schulen und Mannschaften gibt. Auch die Anzahl der Turniere ist gestiegen und davon lebt so eine AG. Mit solchen Turnieren in Aussicht sind die Kinder auch viel motivierter.“

Andreas Schneider: „Ich kann da nur zustimmen. Wie ich finde, ist das ein sehr engagiertes Projekt. ALBA hat sich da wirklich eine Herkules-Aufgabe vorgenommen, den Basketball an den Grundschulen zu etablieren.“

Drei Mannschaften bei einem Finalturnier zu stellen, das kommt nicht von ungefähr… Was war die größte Herausforderung, eine so erfolgreiche AG aufzubauen?

Teoman Öztürk: „Ich glaube, es ist schon eine Herausforderung, wöchentlich eine gute AG anzubieten – besonders unter den Voraussetzungen, die die Halle bietet. Wir haben nur vier Körbe, da mit 30 Kindern ein ordentliches Wurftraining zu absolvieren, ist natürlich schwierig. Doch auch bei uns an der Schule entwickelt es sich immer weiter. Wir haben jetzt auch neue Linien bekommen, sodass wir wenigstens zwei Felder haben, auf denen wir trainieren.“

Herr Schneider, wie ist es für Sie, mit einem Ex-Profi zusammen zu arbeiten?

Andreas Schneider: „Ich profitiere genauso wie die Kinder von seinem unglaublichen Erfahrungsschatz. Er kennt immer eine Antwort oder einen neuen Lösungsweg, das ist schon bemerkenswert. Die Kinder nehmen ihm das auch komplett ab. Wenn Herr Öztürk was sagt, dann ist das auch Gesetz.“

Herr Öztürk: „Wenn wir einmal im Jahr zu einem ALBA-Profispiel gehen, dann fragen sie oft, ob ich hier auch gespielt hätte. Dann muss ich manchmal erklären, dass das damals etwas anders war“. (lacht)

Was war denn Ihr größter Erfolg mit dieser AG in den letzten Jahren?

Herr Schneider: „Ganz klar der Aufbau einer Mädchen-Mannschaft! Vor vier Jahren hatten wir nur ein Mädchen in der AG und jetzt haben wir eine eigene Mädchen-Mannschaft in der WK IV oder ‚müssen‘ Mixed spielen, weil wir so viele Mädchen haben. Das ist auch etwas was uns immer mehr motiviert.“

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