MBS und ALBA  

Manfred Schüttler und der Trick mit dem WK-V-Mädchen-Team

von Kristina Heidenreich am in Allgemein, NewsKommentieren

Manfred Schüttler ist mit seiner Eigenherd-Schule bereits seit 2008 beim Projekt MBS & ALBA – GANZ GROSSER SPORT IN BRANDENBURG dabei. Als einige von wenigen Schulen stellt seine Europaschule eine WK-V-Mädchen-Mannschaft und hofft, dass es in den nächsten Jahren mehr Konkurrenz gibt.

Seit 2008 hört man in der Turnhalle der Eigenherd-Schule dienstags von 14 bis 16 Uhr das Dribbeln der Basketbälle. Seitdem leitet Manfred Schüttler die Basketball-AG an der Grundschule in Kleinmachnow. Als vor acht Jahren ALBAs Vizepräsident Henning Harnisch das Projekt an den Schulen vorstellte, war Manfred Schüttler einer derjenigen, die sofort begeistert waren:
„Ich fand die Idee gut, dass man mit ALBA, mit einem großen Verein, eine Partnerschaft eingeht und der Verein das Equipment und die Fortbildung auf kurzem Wege in der Umgebung anbietet. Die einzige Bedingung war, dass ein Lehrer der Schule die AG leiten muss. Da ich mich als Nicht-Basketballer fortbilden musste und da es auch Teil des Rahmenplans war, konnte ich somit zwei Fliegen mit eine Klatsche schlagen.“

In der WK-V-Mädchen-Konkurrenz gab es im diesjährigen Finalturnier leider nur zwei Mannschaften. Eine davon coacht Manfred Schüttler. Um die Mannschaft zusammen zu bekommen, nutzt er einen kleinen Trick, wie er verrät: „Das war eigentlich ganz einfach. Am Anfang hatte ich nur zwei Mädchen in der AG und da ich kein großer Freund von Mixed-Mannschaften bin, forderte ich die beiden auf: ‚Wenn ihr spielen wollt, brauchen wir mehr Mädchen, die ihr euch in eurer Altersklasse suchen müsst. Wenn ihr dann fünf oder sechs seid melde ich euch an‘ Und siehe da – es kamen genug Mädchen zusammen.“

In der Vorrunde an der BBIS in Kleinmachnow, konnten sie sich dennoch leider nur mit Mixed-Mannschaften messen. „Auch wenn sie keine Chance hatten, haben sie den Spaß behalten und wollten weiterspielen. Als uns dann angeboten wurde, zum Finalturnier in die Max-Schmeling-Halle zu fahren, bin ich zu den Mädels hin und meinte: ‚Ich fahre da gerne mit euch hin, wenn alle die neu dazugekommen sind, regelmäßig zur AG kommen‘. Das war am Ende der Fall und deswegen bin ich sehr stolz, mit dieser Mannschaft heute antreten zu können.“

Welchen Erfolg Manfred Schüttler beim Motivieren von Kindern hat, zeigt auch, dass die Begeisterung für den Sport auch auf die Sportlerinnen überging. Eine seiner Spielerinnen hat sogar schon den Weg in den Verein gefunden.

Nach vielen Turnieren, die Herr Schüttler mit der Eigenherd-Schule bestritten hat, gab es auch einige Erfolge. Den wahrscheinlich größten vor zwei Jahren: „ Mit unser WK-IV-Jungen-Mannschaft konnten wir 2014 das Finalturnier gewinnen und wurden dann eingeladen in der Halbzeitpause von ALBAs Spiel gegen Tübingen, gegen die Berliner Auswahl anzutreten. Später wurde mir gesagt, wir waren die erste brandenburgische Schule, die so ein Spiel gewonnen hat. Das machte mein Team und mich schon stolz.“

Auch Manfred Schüttler hat die komplette Entwicklung des Projekts miterlebt und ist begeistert davon: „Das Niveau ist schon enorm, kaum zu vergleichen mit dem der letzten Jahre. Das Turnier hat sich unglaublich entwickelt. Ich kann hier nur erfolgreich spielen, wenn meine Mannschaft als Team auftritt. Teamfähigkeit zeichnet auch unsere Mannschaft aus.“

An der Eigenherd-Schule wird die sportliche Betätigung der Kinder sehr ernstgenommen, somit gibt es circa 20 Sport-AGs. Auch hier sieht Manfred Schüttler aber Vorzüge für den Basketball: „Eine AG muss nachhaltig sein und egal auf welchem Niveau wettkampforientiert. Solche Turniere motivieren die Kinder. Zudem ist man beim Basketball schnell an den Verein angebunden. Bei uns vor Ort bietet der RSV Eintracht Stahnsdorf Basketball an. Durch die Kooperation mit ALBA wird unsere AG aufgewertet, wir haben die Möglichkeit mehrere Turniere zu spielen und Karten für Profispiele zu bekommen. Solche Möglichkeiten haben die anderen AGs nicht.“

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