MBS und ALBA  

Pure Emotion am Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen

von Kristina Heidenreich am in Allgemein, NewsKommentieren

Seit elf Jahren ist Olaf Kosater am Leonardo-da-Vinci Campus in Nauen und genauso lange leitet er die Basketball-AGs an seiner Schule. Und so kommt es auch, dass im ersten Jahr, in dem der Campus am Projekt teilnimmt, bereits sieben Teams beim Finalturnier vertreten sind.

Von Niklas Wunderlich

Es ist zwar erst das erste Jahr beim Projekt, aber AGs leiten Sie ja schon länger. Wie sind sie dazu gekommen, besonders als Nicht-Basketballer?

Olaf Kosater: Neu für dieses Jahr sind die Mannschaften in den Wettkampfklassen IV und V, schon länger gibt es die AGs für die älteren Wettkampfklassen. Ursprünglich komme ich aus der Leichtathletik. Zu Beginn meiner Zeit als Lehrer habe ich das erste Mal „Jugend trainiert für Olympia“ kennengelernt. In Velten startete ich ein Sozialprojekt, um die Kids zu beschäftigen. Damals startete ich mit einer Leichtathletik-AG, Fußball-Liga und eben auch mit einer Basketball-AG. Und mit dieser haben wir es damals geschafft, die stark favorisierte Mannschaft aus Fürstenwalde im Kreisfinale ganz schön unter Druck zu setzen. An einer neuen Schule in Oranienburg, leitete ich wieder eine AG. Mit der Mannschaft schaffte ich später sogar den Sprung ins Bundesfinale.

Einen lustigen Zufall in Bezug auf dieses Projekt gab es noch. Denn sie kennen die Projektleiterin Kristina Heidenreich schon etwas länger.

Olaf Kosater: Ja, Kristina kenne ich schon sehr lange, damals war sie Schülerin von mir und hat bei mir Leichtathletik trainiert. Als mir damals Teoman Öztürk von der Grundschule am Wasserturm in Dalgow-Döberitz den Kontakt gegeben hat, ist mir der Name sofort aufgefallen. Ich habe sie gleich angerufen und meine erste Frage war, ob sie es wirklich ist. Ein sehr lustiger Zufall. Wir konnten uns gleich einigen und haben sofort zugeschlagen und zwei AGs in Kooperation mit ALBA gestartet.

Sie haben alle Ihre Mannschaften und AGs auf drei wöchentliche Termine aufgeteilt, das heißt, der Sport besitzt schon einen hohen Stellenwert an Ihrer Schule?

Olaf Kosater: Wir haben es geschafft, den Basketball fest in unseren Rahmenplan zu integrieren. Wir sind sehr breit aufgestellt, denn: willst du dann etwas Besonderes bieten, musst du eine AG entwickeln. Nun ist es unser Ziel, in den nächsten Jahren noch ein Sportprofil zu schaffen.

Mit sieben Mannschaften stellt Ihr Campus die höchste Anzahl an Teilnehmern bei dem diesjährigen Finalturnier. Wie viele Kinder betreuen Sie bei Ihren vielen AGs?

Olaf Kosater: Bei den Grundschülern sind es 23 Kinder. Die Oberschüler haben wir in eine U14 und eine U16/U18 aufgeteilt. Da sind es bei der U14 ca. 15 Teilnehmer und in der ältesten Gruppe ungefähr 20 Kinder.

Wenn man Sie an der Seitenlinie sieht, hat man das Gefühl, Sie würden am liebsten selbst mitspielen wollen…

Olaf Kosater: Da gibt es zwei Sachen. Erstens ich bin zur Hälfte Lateinamerikaner (lacht). Die sind ja ohnehin immer etwas emotionaler. Zum anderen nehme ich das immer sehr ernst. Ich gehe bei solchen Turnieren und Wettkämpfen immer sehr mit. Vielleicht ist es auch manchmal etwas kontraproduktiv. Bei den Teams, die damit noch nicht so umgehen können, muss ich auch lernen, mich etwas zurückzunehmen. Aber so kennt man mich in ganz Brandenburg, auch bei der Leichtathletik war ich dafür immer sehr bekannt. Ich hab ein lautes Organ, das ist nun mal so (lacht).

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