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„Großartig & innovativ“: So laufen ALBAs neue Online-Fortbildungen

„Großartig & innovativ“: So laufen ALBAs neue Online-Fortbildungen

Was tun, wenn Sportunterricht nur noch mit Abstand möglich ist? Oder die Bewegungseinheiten nur noch im Klassenzimmer stattfinden können? Welche Spiele und Übungen sind dann überhaupt noch möglich und machen trotzdem Spaß? Und wie können sich Kinder auch zuhause weiter bewegen? – Fragen, die sich landesweit Pädagog*innen, Trainer*innen und Eltern in diesen Zeiten stellen. Im Rahmen des Projekts „Sport digital – Mehr Bewegung im Quartier“, das ALBA gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ins Leben gerufen hat, sind Fortbildungen wie sie die ALBA-Jugendtrainer in Berlin und Brandenburg seit Jahren zentral und dezentral geben nun auch deutschlandweit geöffnet – selbstverständlich digital und somit auch vollkommen coronakonform in der ALBAthek.

Das PDF-Dokument mit allen Übungen und Spielen ist seit 10.53 Uhr startklar. „Sieht super aus“, gibt Nicholas Behne, in der ALBA Jugend für die Aus- und Fortbildung der Coaches zuständig, per Mail seinen Daumen hoch. Die jüngsten Zahlen sind um 13.21 Uhr eingetroffen. „Aktueller Stand: 1108 Teilnehmende!“, schreibt Jana Kemper, ALBAs Koordinatorin für die neuen Fortbildungen. Und die letzten optischen Details sind um 14.49 Uhr abgestimmt worden. „Gibt es jetzt einen anderen Hintergrund für heute?“, fragt Christian Steinberg, der Leiter für die sportlichen Belange des Projekts. Gibt es. Florian Lau, Berlins Schulbeauftragter für Basketball, hat noch ein paar Klassenzimmer-Fotos herumgeschickt.

Keine Stunde später sitzen alle vier vor ihren Computern und warten auf den Start der zweiten Sitzung aus ALBAs neuer Online-Fortbildungsreihe. Die ist Teil des Modellprojekts „Sport digital – Mehr Bewegung im Quartier“, das der Klub im Sommer gemeinsam mit dem BMI ins Leben gerufen hat, um ein neues digitales Sportangebot insbesondere für Kinder und Jugendliche zu schaffen. In der Vorwoche haben bereits knapp 1000 Lehrer*innen, Erzieher*innen und Coaches an der ersten Fortbildung zum Thema Hallensport mit Abstand teilgenommen. An diesem Montag geht es nun um Bewegung im Klassenzimmer. Florian Lau moderiert die Sitzung, Christian Steinberg den Chat. Nicholas Behne erklärt die Übungen, Jana Kemper die Online-Anmeldung. Lau sitzt in Marzahn, Steinberg in Steglitz. Behne weilt im Prenzlauer Berg, Kemper in Hamburg. Gleich geht es los.

15.38 Uhr: In einem der Konferenzräume der ALBA-Geschäftsstelle richtet Nicholas Behne seine Technik ein. Das große grüne Tuch, das als Greenscreen für den virtuellen Hintergrund dient, hat er hinter sich an der Wand drapiert. Damit dort gleich das Bild aus dem Klassenraum zu sehen ist. Seinen Laptop stellt er auf zwei Pappkartons, in denen noch ein paar Jahrbücher lagern. Damit sich Webcam und Bildschirm auf Augenhöhe befinden. Und über die Ohren klemmt er sich sein Headset. Damit er gut zu hören ist.

15.49 Uhr: Das Bild steht. Die vier magischen Worte zum Einstieg in jede Videokonferenz dürfen aber natürlich nicht fehlen: „Könnt ihr mich hören?“ Sie werden durch die drei ebenso magischen Worte erwidert: „Wir hören dich!“ Soundcheck bestanden.

15.52 Uhr: Der virtuelle Konferenzraum ist schon geöffnet. Wer sich bereits jetzt einloggt, kann also noch die letzten Vorbereitungen verfolgen. Christian Steinberg hat das auf dem Schirm: „Uns hören jetzt schon 150 Leute, die ich natürlich herzlich begrüße“, richtet er bereits erste Worte an all jene, denen es offenbar gar nicht früh genug losgehen konnte.

 

 

15.57 Uhr: Florian Lau öffnet schon einmal die Präsentation und zeigt die Startfolie. Für die hat er sich ein kleines Gimmick ausgedacht: einen Link zu Padlet, einer unter Lehrkräften beliebten digitalen Pinnwand. Dort hat er eine Landkarte angeheftet, auf der die Teilnehmer*innen mit einem pinken Stecker angeben können, von wo aus sie die Fortbildungssitzung verfolgen. Schnell füllt sich die Karte. Die meisten Stecker pinnen natürlich in Berlin und Umgebung, verteilen sich aber auch sonst über ganz Deutschland und sogar bis hin nach Wien und Luxemburg.

16.05 Uhr: Kurz darauf ist es so weit. Knapp 700 Leute haben sich inzwischen zugeschaltet. „So, ich würde sagen, wir legen los“, sagt Christian Steinberg und startet die Aufzeichnung der Sitzung. Denn das Ganze soll es auch noch im Nachhinein auf YouTube zu sehen geben.

16.07 Uhr: Es wird interaktiv, das macht Florian Lau bei seinen einleitenden Worten gleich einmal deutlich. Die Teilnehmer*innen sollen sich nicht nur mit Fragen im Chat beteiligen, sondern sich schon einmal einen kleinen Ball, ein Paar Socken oder auch ein Blatt Papier zurechtlegen. Das könnte später noch nützlich werden. „Vielleicht können wir einige Spiele auch später noch verwenden, wenn von Corona keine Rede mehr ist“, hofft er. „Das wäre auch unser Wunsch: Mehr Bewegung in den Schulen.“

16.11 Uhr: Dann geht es los mit dem ersten Spiel fürs Klassenzimmer. Es trägt den Namen Farbiges Viereck. Nicholas Behne verliert nicht viele Worte, sondern leitet direkt zum ersten Erklärungsvideo über, das aus ALBAs digitalem Mitmach-Sportprogramm Sport macht Spaß stammt.

16.15 Uhr: Nach dem Ende des Videos erklärt Behne die Hintergründe des Spiels und überlegt gemeinsam mit Florian Lau, welche Varianten sinnvoll sein könnten. Währenddessen trudeln auch schon die ersten Fragen im Chat ein. Antworten gibt es entweder dort direkt von Christian Steinberg oder live in der Sitzung von den Referenten.

16.18 Uhr: Premiere! Bei Spiel zwei gibt es einen ganz frischen Clip zu sehen, der so vorher noch nirgendwo gezeigt wurde. Er stammt aus dem Videomaterial für die neue Mediathek, die ebenfalls im Rahmen des BMI-Projekts entsteht und im kommenden Jahr an den Start gehen soll.

16.24 Uhr: „Jetzt wäre die Gelegenheit“, löst Nicholas Behne das Versprechen vom Beginn der Sitzung ein: „Mit zwei Bällen, Socken, Papierknüller – einfach mal mitmachen!“ Denn nun gibt es die beidhändigen Wurf- und Fangübungen aus der allerersten Folge von ALBAs täglicher Sportstunde zu sehen. Und die lassen sich parallel ruckzuck selbst ausprobieren.

16.28 Uhr: Die Übertragung des letzten Videos war wohl hier und da ein bisschen unscharf. Aber macht gar nichts, heißt es gleich aus dem Chat: „Es ist alles Wichtige zu erkennen, passt schon!“ Und Nicholas Behne nutzt die kleine Ruckelei direkt für einen entscheidenden Hinweis: „Alle Videos könnt ihr hinterher wieder bei YouTube angucken“, erklärt er – und zwar „garantiert pixelfrei“.

16.36 Uhr: „Halbzeit“, stellt Florian Lau fest. Vier von acht Spielen sind inzwischen durch. Und Spiel Nummer fünf ist wieder zur direkten Interaktion während der Fortbildung geeignet. Denn diesmal reicht schon ein bloßes Blatt Papier zum Mitbasteln. Daraus wird nämlich ein Basketballkorb gefaltet, die Anleitung zum Basketball-Origami gibt es natürlich wieder parallel im Video.

 

16.44 Uhr: Im Chat wird es nun immer munterer. Nicht nur Fragen, sondern auch viele gute Hinweise tauchen dort auf. Und auch die werden gleich in die laufende Sitzung aufgenommen und dort weitergesponnen. Beim Basketball-Origami böte sich doch dann auch gleich eine Art „Tischcurling“ an. Und für die Fitnessübung mit dem Namen Computerspiel ließe sich doch im Kunsterricht auch gleich noch ein passender Controller basteln.

16.53 Uhr: Die Zeit drängt. „Wir müssen auf die Uhr gucken, wir werden garantiert überziehen“, stellt Florian Lau fest. Für eine Stunde war die Fortbildung angesetzt. Christian Steinberg geht auf Nummer sicher und setzt im Chat schon einmal die wichtigsten Informationen ab: Alle Videos und die Aufzeichnung der Sitzung gibt es im Anschluss auf YouTube zu sehen, die Spielesammlung und eine Teilnahmebestätigung gibt es per Mail, und ein bisschen Feedback zur Sitzung via Online-Fragebogen wäre auch ganz nett.

17.03 Uhr: Und dann war es das auch schon wieder mit den acht Spielen und Übungen für ein Bewegtes Klassenzimmer. Florian Lau hat noch ein paar letzte methodische Hinweise und Tipps im Gepäck, bevor er sich für die Aufmerksamkeit und die rege Aktivität im Chat bedankt. Und dort stapeln sich nun die Dankesnachrichten: „Das waren wieder tolle Anregungen“, steht da. Oder: „Vielen Dank für die vielen Ideen!“ Oder: „Super Ideen dabei … Mega!“ Oder eben einfach nur: „Großartig & innovativ!“

17.09 Uhr: Schluss. Nicholas Behne hat gerade erst sein Headset abgezogen, da erblickt er schon eine Nachricht von Christian Steinberg mit einem Link für das nächste Online-Meeting – eine schnelle interne Feedbackrunde des Fortbildungsteams. „Jetzt muss ich ja schon wieder das Headset aufsetzen!“, grinst er.

17.11 Uhr: „Wie fanden es denn die Nicht-Beteiligten?“, fragt Christian Steinberg. Denn nun ist ja auch Jana Kemper wieder in Bild und Ton dabei, die in der vergangenen Stunde noch mit Mails und Nachrichten all jene versorgt hat, die Probleme mit der Anmeldung oder sonstige Anliegen bei ihr vorgebracht haben. „Supergut“, fand sie es. Fast 900 Leute haben in der Spitze teilgenommen – das kann sich wieder sehen lassen. Und überhaupt sind alle sehr zufrieden, inhaltlich ein bisschen viel Corona vielleicht, aber sonst? Alles prima. Es wird noch ein wenig gefrotzelt, auch deshalb, weil Florian Lau sich vom Bewegten Klassenzimmer inzwischen in das Wohnzimmer der Simpsons begeben hat – zumindest was den virtuellen Hintergrund angeht.

17.18 Uhr: Aber dann ist auch die kleine Online-Sitzung nach der großen Online-Sitzung beendet und damit Schluss mit Videokonferenz. Zumindest für heute. Denn morgen hat das Team schon den nächsten Termin. Schließlich folgt ja schon am kommenden Montag die dritte und letzte Online-Fortbildung der Auftaktreihe. Dann geht es ab 16 Uhr auf Basis der Sport macht Spaß-Serie um digitalen Mitmach-Sport für Zuhause, Anmeldungen sind natürlich noch möglich. Aber bis dahin ist an diesem Montagnachmittag ja noch ein wenig Zeit. Für heute kann Nicholas Behne sein Headset also endgültig absetzen.

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